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Multi-Stereo iMac-Recycling

Andere schwören ja auf das SONOS-Audiosystem zur Mehrraum-Beschallung ihrer digitalisierten Mukke und das hat sicher seine Berechtigung. Aaaaber… ;-)

Version: 7.5.1 - r30836 @ Tue Jun 1 05:57:28 PDT 2010
Hostname: zong
IP-Adresse des Servers: 192.168.192.192
Server-HTTP-Portnummer: 9000
Betriebssystem: Debian - DE - utf8
Plattformarchitektur: ppc-linux
Perl-Version: 5.10.0 - powerpc-linux-gnu-thread-multi
MySQL-Version: 5.0.51a-24+lenny4
Anzahl erkannte Player: 3

Ich wollte auch alte und bewährte Hardware nutzen (sprich: mindestens die Canton-Boxen samt Stereoanlage) und schauen, ob es denn so gar keine Alternativen gibt.
Nach einiger Recherche und Rücksprache mit masteremit habe ich zuerst eine SqueezeBox Touch samt Scythe Amp plus Boxen gekauft, als Teststellung quasi.
Resultat: Sehr schöne und kleine KISS-Kombi. Ideal für kleinere Räume.

Logitech Touch sitting on an Scythe Amp, quite blurred, NOT naked photographer only partially visible

Obwohl die Player-Software gewöhnungsbedürftig ist - ich hasse vor allem, wenn man mich zu Updates hier und jetzt zwingen will - fand ich mich schnell zurecht und die Flexibilität und Vielzahl der Anwendungsszenarios sagenhaft.
Aber mysqueezebox.com als Zentrum der Macht zu nutzen ist nur die halbe Miete, da Logitech auch eine Open-Source-Server-Software zur Installation auf einer Vielzahl von Rechnerarchitekturen anbietet.
Habe dann einen der beiden zur Zierde herumstehenden iMacs von vor der Jahrtausendwende mit der Server-Software ausgestattet und alles war schnulli. Bis Logitech das Update auf 7.5.1 mehr oder weniger zwangsauslieferte.
Danach startete der Dienst unter OS X 10.5 nicht mehr. Downgraden ging zwar, aber dann meldete die Squeezebox Touch dauern nervig, dass sie die falsche Software-Version hatte oder etwas in der Art, ich hab's vergessen, aber es war extrem blöd und unprofessionell.

Inzwischen hatte ich trotzdem den Test als 'Bestanden' gewertet und auch schon eine Squeezebox Radio angeschafft samt Battery Pack, für die simultane portable Beschallung von Küche, Bad und Balkong und beschlossen, auch die Stereoanlage mittelfristig via Receiver ins System einzubinden.
Nach kurzem In-Mich-Gehen beschloss ich, nicht auf noch ein frustrierendes Mac-Update von Logitech für eine auch von Apple nicht mehr gepflegte OS X-Version zu warten, sondern endlich ein vernünftiges und lange verdientes Linux auf besagten iMac zu spielen und mir ein auf Audio-Verwaltung spezialisiertes System zu basteln.
Das auf Fedora basierte Vortex kam leider nicht in Frage, da x86. Schließlich wurde es wieder mal das gute und millionenfach bewährte Debian. (Höchste Zeit, mal ein "Sie leben hoch!" in Richtung der Debian-Community zu schicken!!)
Die Kombination aus Debian-iMac und 32-bit-Debian SqueezeBoxCenter läuft jetzt seit ca. 5 Monaten stabil und zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Der Rechner ist fast lautlos und hat ein LXDE-Desktop samt Music-Player, so dass zur Not sogar mit Mausi daran herum gefummelt werden kann.
Die Stereoanlage ist mittel Receiver (solo, ohne den völlig überteuerten Duet-Controller) nach einigem Trial-and-Error auch mit im Spiel und wenn ich will, kann ich mir den stream meiner Musik auch jedem einem x-beliebigen DNLA-Player (zB. dem ollen Nokia N810) anhören. (Was aus irgendeinem Grund nicht funktioniert, ist das synchrone Einbinden von SqueezePlay-Software-Playern. Die spielen zwar, lassen sich aber nicht mit den anderen zusammenschliessen. Sei's drum.)

Hab' ich schon gesagt, dass ich zusätzlich zum Touchscreen zum Steuern der Mukke in der ganzen Wohnung zwei (mitgelieferte) Fernbedienungen habe - eine davon praktisch-magnetisch an der Kühlschranktür - trotzdem meist und am Liebsten aber Handy-Software benutze? Nein? Na dann! ;-)
Es gibt nämlich für iFön und Android mehrere Apps zur Auswahl und ich fand eigentlich alle brauchbar. YMMV.

Was habe ich erreicht? Alle Musik landet auf und läuft  teils via Ethernet, teils per WLAN vom iMac, sowohl die gekauften und von CD gerippten mp3s als auch die Radiostationen, Podcasts und was es sonst noch so gibt. (Man kann zwar auch bequem RSS-Feeds, Flickr-Fotos und Fratzbuch-News etc. auf den Displays anzeigen lassen, aber das war mir dann doch zu viel des "könnte man".)
Man steuert die Ausgabe dieser Musik bequem und schaltet die Geräte in den Räumen einzeln zu und ab, wie es einem gerade gefällt.
Unkomprimierte FLAC-Dateien sind für der iMac ein bisschen zu viel, aber zum Abspielen von mp3 und m4a reicht's locker.
Die auf Port 9000 laufende Web-Oberfläche der Server-Software finde ich super, sie ist leistungsfähig und schnell erlernbar.
Ein Foto von meinem alten violetten iMac in der Küche werde ich aber trotzdem nicht machen.
Du weisst, wie der aussieht, gib's zu.